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Wandervogel

Bund für Jugendfahrten

Bundesfahrt 2011

Geschrieben von Lennart am 20.03.2011

Die Geschehnisse in Japan, dem bisherigen Fahrtenziel unserer Bundesfahrt, haben es notwendig gemacht umzuplanen. Die Bundesfahrt wird uns nunmehr nach Indochina führen. Asien als eine Landschaft und ein Kulturraum, so fremd dem uns eigenen, versprechen uns manches Abenteuer. Von Hongkong aus wird es durch China nach Vietnam gehen. Große Städte, ursprüngliche Bergdörfer, verlassene mystischeTempelruinen und verschlungene Dschungelpfade sowie traumhafte Sandstrände unter Palmen erwarten uns!


Veröffentlicht in Bundesmitteilungen, Jungenbund

Altnerother Dolly verstorben

Geschrieben von Holger am 10.03.2011
Dieter
Sommerfest in Brühl: Dieter ‘Dolly’ Anders (mit Gitarre), Nerother-Ritter unter Karl Oelb. Ganz rechts: Alfred ‘Fred’ Offermann, 2008 verstorben, Vorkriegsnerother unter Robert Oelb

Gestern erfuhr ich von Lennart, dem Bundesführer des Wandervogel (Bund für Jugendfahrten), dass Dolly (Dieter Anders) von uns gegangen ist. Diese Nachricht hat mich sehr bestürzt. Wir haben in unserer Runde einen wunderbaren Menschen verloren. Er wird uns sehr fehlen.

Im vergangenen Jahr war ich Dolly noch auf dem Vortrag des Gotenordens in Brühl begegnet. Ich selbst hatte schon längere Zeit kein Treffen mehr besucht und mich gerade darüber gefreut, meinen alten Wandervogel-Mentor dort wiederzusehen. Zuerst hatte ich ihn fast nicht erkannt und zugegeben, ich war ein bisschen erschrocken. Dolly, der sonst so viel Lebenskraft und Freude ausstrahlte, wie kaum ein anderer, war ergraut und wirkte auf mich zum ersten Mal erschöpft. Wir sprachen kurz miteinander.

Er erzählte mir von seinen Unternehmungen, insbesondere von der Fahrt in Vietnam und dass ihm dort ein Unglück geschehen sei. Er glaubte, er habe sich dort vergiftet. Leider hatten wir nicht viel Zeit für das Gespräch, weil die Jungs nach dem Vortrag zu ihrem Nest fahren wollten, um dort noch etwas zu singen. Ich habe nicht gewusst, dass dies die letzte Begegnung mit Dolly sein würde. Da er nicht mehr zu uns ans Lagerfeuer kam, hatte ich schon die Ahnung, dass sich bei ihm viel geändert haben musste.

Micki Rauber erzählte mir dann später von der Namibiafahrt, die Dolly noch im November unternommen hatte, obwohl sein Gesundheitszustand schon kritisch gewesen sei. Dolly wäre dann dort ins Krankenhaus gekommen und später nach Deutschland transportiert worden. Er habe sich nicht mehr richtig erholt. Gerne hätte ich mit Dolly noch einmal gesprochen.

Ich wollte mich bei ihm bedanken. Dolly war in meiner aktiven Nerotherzeit derjenige, der auf mich den größten persönlichen Einfluss hatte. Viele meiner Entscheidungen gingen gerade auf Gespräche mit ihm zurück.

Unsere erste Begegnung werde ich nie vergessen. Es war in den 80er Jahren. Wir waren gerade Nerother geworden und liefen mit unseren Samtbaretten durch Brühl und da öffnete sich ein Fenster und ein Typ, der irgendwie etwas Ähnlichkeit mit einem damals noch sehr angesehenen arabischen Präsidenten hatte, rief: „Hey Jungs, seid ihr Nerother?“ und als wir das bejahten, rief er: „Ich bin der Dolly, kommt hoch, klingelt bei der Rechtsanwaltskanzlei!“ Wir fühlten uns geehrt und die Sekretärin staunte nicht schlecht, als wir an ihr vorbeistürmten und sagten, dass uns „Dolly“ erwarten würde. Ich glaube, dass war dann für uns alle das erste Glas besten Weins, das wir mitten in der Woche und vor allem früh am Tag tranken.

Es folgten gemeinsame Wanderungen, auch zum Johannes-Hammer. Dolly war es, der uns dort einführte und es waren seine legendären Hüttendienste, die uns an so manchem freien Wochenende, trotz unseres reichhaltigen Ordenslebens und Bundesprogrammes, die Wanderschuhe anziehen, den Rucksack packen und kaum schlafen ließen. Hier lernten wir auch Helge, Dollys Sohn, kennen, der sich unserem Brühler Fähnlein anschloss.

Dolly war derjenige, der uns die Welt des echten Nerotherseins vermittelte. Durch ihn lernten wir die alten Nerother kennen und vor allem lernten wir diese besondere Spezies durch ihn erst richtig verstehen. Diese Typen, in denen sich das Gegensätzlichste vereint: Auf der einen Seite Treue und Loyalität der Idee und den Personen gegenüber, die diese Idee vertreten, auf der anderen Seite ein unbändiger Freigeist, Unabhängigkeit bis hin zum Widerstand, wenn nur jemand diese Freiheit in Frage zu stellen wagte.

Ich kann mich noch erinnern, wie Dolly auf Waldeck sein Messer herauszog und rief: „Was soll das denn? – Das gibt es nicht!“ und das Trassierband durchschnitt, das auf dem Torweg ausgespannt worden war, um den alten Nerothern anlässlich der Einweihung des Tores zu zeigen, bis wohin sie gehen sollten. Mich hat diese unbeugsame Haltung als jungen Ritter sehr beeindruckt.

Vor allem waren es seine alten Lieder, die wir von ihm lernen konnten, die Art und Weise, wie er von seinen Unternehmungen erzählte und ganz besonders die Tatsache, dass er mit seinen Freunden immer noch Fahrten unternahm, obwohl seine aktive Jungenbundzeit schon lange – sogar einige Jahrzehnte – zurücklag, was ihn für viele von uns zum Vorbild macht. Dolly ließ sich durch nichts aufhalten. Er war weiter mit Rucksack und Gitarre unterwegs und man spürte richtig, er genoss das Leben in vollen Zügen. Gleichzeitig klappte es gut mit seiner Familie, dem schönen Haus und seinem Beruf als Anwalt.

Er war es, der uns das vermittelte, was man – wenn man es kurz beschreiben möchte – einen freiheitlichen Nerothergeist und erfolgreichen Menschen bezeichnen kann.

Dolly war tatsächlich auch der heimliche Initiator des „Rheinischen Wandervogels“, der uns zum Schutz als Träger unserer Nester diente, uns von Anfang an Unabhängigkeit gab und später dann, dank seiner doch etwas konspirativen Unterstützung, zum „Wandervogel- Bund für Jugendfahrten“ , dem heutigen Exil vieler Ordensgemeinschaften wurde. Dolly unterstützte uns, wo es ging. Oft half er auch als Anwalt und konnte einige Male den Einen oder Anderen von uns aus schwierigen Rechtslagen hinaushelfen. Nie hat er dafür etwas verlangt.

Dolly hielt immer die Verbindung zu uns, während andere in der Zeit der Auseinandersetzung längst befürchteten, sie würden dadurch einen Abstellplatz für den Wohnwagen oder gar ihre Zugehörigkeit zum Burgbund gefährden. Er war einer der wenigen, die sich von niemandem etwas verbieten ließen. Er kam mit seinen Freunden zu unserem Frühlingfest auf der Neuerburg oder auf das Rittergastmahl im Johanneshammer, das jedes Jahr zum ersten Advent den Rittern vom alten und vom jungen Bund die Möglichkeit zum Gespräch bietet. Dolly war wie ich der Überzeugung, dass sich diese Gespräche weiterhin lohnen und es eines Tages wieder einen geeinten Bund geben wird, dessen Zentrum eine mit brausendem Jungenleben erfüllte Nerotherburg sein wird. Ich bin mir sicher, er hätte das gerne erlebt.

Dolly, ich danke Dir für Deine Inspiration, diese besondere Nerother-Freundschaft und die persönliche Unterstützung über so viele Jahre.

Nun bleibt mir nur noch, Dir zur letzten großen Fahrt zuzurufen

HORRIDOH!


Veröffentlicht in Altwandervogel, Bundesmitteilungen

Frühlingsfest des Wandervogel

Geschrieben von Lennart am 06.03.2011

Liebe Wandervögel, Freunde, Förderer und Gäste,

jedes Jahr treffen sich die Gruppen unseres Wandervogelbundes auf der Neuerburg im Westerwald, oberhalb des romantischen Fockenbachtals, um gemeinsam mit einem Fest den Frühling zu begrüßen.

Am Samstag wollen wir diesmal gemeinsam (Gruppen aus dem Jungenbund, Altwandervögel und Altnerother sowie Freunde, Förderer und Gäste) zur Neuerburg anwandern. Die Wanderstrecke beträgt etwa 15 Kilometer und führt durch den schönen Westerwald. Eine Wegbeschreibung, nähere Informationen und Treffpunkte auf Anfrage (Kontakt siehe unten). Am Freitagabend besteht bereits Quartiermöglichkeit am Ausgangpunkt der Wanderung. Wir werden auch einen Kfz-Abholservice am Sonntag von der Neuerburg aus organisieren. Das Burgtor der Neuerburg steht in diesem Jahr erst ab Samstagmittag offen.

Das Fest beginnt am Samstag, den 19. März 2011 um 16:00 Uhr.

In diesem Jahr zeigen wir am späten Samstagnachmittag einen Fahrtenfilm aus dem Orden der Streitwieser, der von der letztjährigen Großfahrt in die Niedere Tatra (Slowakei) erzählt. Den anschließenden Festabend gestalten wir mit einer Vielzahl von Liedern im Rittersaal der Burg. Für ältere Gäste bestehen am Samstagabend Quartiermöglichkeiten in den Turmzimmern (bitte vorher anmelden).

Alle am Wandervogel Interessierten laden wir ganz herzlich zu unserem Frühlingsfest ein. Wir bitten um frühzeitige Anmeldung unter bundesleitung@wandervogel-bfj.de (oder auch telefonisch unter der Rufnummer 0228-2400 2333), damit wir die Verköstigung planen und ggf. Nachtquartiere bereitstellen können.

Ich freue mich auf ein herrliches Frühlingsfest auf der Neuerburg, das Wiedersehen mit alten Freunden und auch auf neue Gesichter in unserer Runde.

Bis dahin,

Horridoh!

Lennart Cammann


Veröffentlicht in Altwandervogel, Bundesmitteilungen, EuFRat, Jungenbund

Neuer Fahrtenfilm der Streitwieser

Geschrieben von Bundeskanzlei am 04.03.2011
Streitwieser auf Slowakeifahrt
Streitwieser auf Slowakeifahrt

Eine Gruppe von acht jungen Burschen und Männern aus dem Orden der Streitwieser machte sich im Sommer 2010 auf, die Wildnis der Niederen Tatra zu erkunden.

Der viertelstündige Film gibt einige Impressionen dieser Fahrt wieder. Was die Jüngsten an Abenteuern bestehen, berichten sie dem Zuschauer selbst. So gewinnt man einen authentischen Einblick in eine junge und aktive Wandervogelgruppe aus dem Orden der Streitwieser.

Der Fahrtenfilm kann direkt per E-Mail an bundesleitung@wandervogel-bfj.de für den Betrag von 15 Euro zzgl. 1,45 Euro Portokosten bestellt werden.


Veröffentlicht in Bundesmitteilungen, Jungenbund

Wandervogel via facebook

Geschrieben von Lennart am 01.03.2011

Liebe Wandervögel, Freunde, Förderer und Gäste,

unsere Bundesmitteilungen, insbesondere die Neuerungen auf unserer Homepage betreffend, können seit einiger Zeit auch über die Internet-Plattform facebook empfangen werden. Eine neue Möglichkeit, um mit uns in Verbindung zu bleiben. Dazu folgt einfach untenstehendem Verweis, der Euch direkt zu unserer Seite innerhalb des facebook Portals führt.

Natürlich gilt nach wie vor: Schrift auf dem Bildschirm ist kein Ersatz für echte Gespräche mit Mimik, Gestik, Augenkontakt.

Wir freuen uns über das Interesse am Wandervogel!

Horridoh!

Euer

Lennart


Veröffentlicht in Bundesmitteilungen
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